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RADICAL HOPE no.2 / CREATURES




Der Abend umkreist die leicht zu erschütternde Gewissheit, dass eine Existenzform, in welcher es kein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt, in welcher sich alles wie ein Provisorium anfühlt, ein grosses Glück ist. Hier kann man sich begegnen, in dieser Unsicherheit, als Menschen. Und das kann grosses Leben sein. Man muss es nur aushalten, das Nichtwissen und die Verletzlichkeit, die eigene und die der Anderen.

RADICAL HOPE no2 / CREATURES ist leise und grell, gebrochen und voller Übermut. Ein Abend über Mitgefühl und Liebe – Bedingungen, die in einer zerrüttelten Welt radikal notwendig sind, da sie Akte der Menschlichkeit provozieren.

RADICAL HOPE no2 / CREATURES zeigt einen Ort, in welchem seltsam zerzauste Individuen hausen. Ein Nest scheint ihre Behausung zu sein. Die Figuren können nicht eingeordnet werden, als Mann oder Frau, jung oder alt, von Hier oder von Anderswo. Damit entziehen sie sich den Kategorien. Sie setzen das Ordnungssystem ausser Kraft, das alle sich im Verlaufe eines Lebens aneignen.

Ist das eine vorzivilisatorische WG? Ein Endzeitort? Ein futuristischer Totentanz? Langsam, sehr langsam entfaltet sich die Alltagsroutine dieser Kleinstgesellschaft. Jedes Individuum geht einer Beschäftigung nach, offensichtlich leben sie zusammen. Sie essen und spielen, sie haben Sorgen und Freuden. Sie sorgen füreinander. Sie leben gut zusammen. Kaum haben wir begonnen, ihre Daseinsform als liebenswert zu verstehen, taucht etwas Neues auf, etwas, das anders tickt. Was jetzt passiert, ist noch zu finden. Wir arbeiten an einem Mechanismus, den wir gerne über den Abend hinaus in die Realität hinein wachsen sehen möchten. Dann wird es dunkel. Ob es nun die Nacht ist oder das Ende, das bleibt offen.

RADICAL HOPE no2 / CREATURES will beim Publikum eine Reflektion über sein eigenes Verhältnis zu Verletzbarkeit und Abgrenzung sowie zu Verletzbaren und Ausgegrenzten provozieren.



Von und Mit I-Fen Lin, Thora Hohberg, Urbain Guiguemdé, Remo Helfenstein, Nico de Rooij, Beatrice Fleischlin
Künstlerische Leitung Beatrice Fleischlin
Kostümdesign Diana Ammann
Licht & Technische Leitung Nico de Rooji
Objektbau Nicolas Galeazzi
Dramaturgische Beratung Mona de Weerdt
Outside Eye Martin Schick, Anja Meser
Produktionsleitung Larissa Bizer, Elena Conradt (produktionsDOCK)

Fotos Roberto Conciatori
Schnitt Trailer Anja Meser

Koproduktion Südpol Luzern und ZUMA Pilatusblick (Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende)

Gefördert durch Kulturförderung Kanton Luzern, Stadt Luzern, Regionalkonferenz Kultur Region Luzern, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Landis&Gyr Stiftung, Migros Kulturprozent, Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern, Schweizerische Interpretenstiftung


Vorstellungen:

»   PREMIERE: 21.02.2018
     Südpol Luzern, www.sudpol.ch

»   22., 23.02.2018
    
Südpol Luzern, www.sudpol.ch

»   22., 23.09.2018
    
Gessnerallee Zürich, www.gessnerallee.ch


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